Startseite
  Über...
  Film
  Zitat des Monats
  Leveldesigning
  >> SAUGEN <<
  Bilderz
  Kultur
  Lyrik
  was ich hasse
  Bela B
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   M&M Photo - The Other Sight
   use your brain - and think about it
   Vi sitter och spelar lite DotA
   Jag är ingen bot
   RAMMS+EIN
   die beste Band der Welt
   tu dir selbst was Gutes
   die deutsche mapping community
   noch mehr swf fun
   getting some swf fun
   noch Fragen???



http://myblog.de/swampthing

Gratis bloggen bei
myblog.de





Wen's interessiert:
Hier meine kleine, aber feine Geschichte, die ich über das Bela B y. Los Helmstedet Konzert am 13. Juli 2006 im Rockhouse Salzburg geschrieben habe. Vielleicht kommen dem ein oder anderen ein paar Textpassagen schwer übertrieben vor. Aber so, wie es da geschrieben steht, hab ich es an dem Abend, vollgepumpt mit Adrenalin, empfunden. Viel Spaß beim Lesen!

13. Juli 2006. Heute löse ich endlich mein Überraschungsgeschenk im Nachhinhein ein. Zu meinem 16. Geburtstag am 18. Mai versprach mir Evi noch eine Zusätzliche Überraschung. Bis heute wurde ich hingehalten, was es nun war. Ein paar Tage zuvor verriet sie es mir endlich: Sie würde mich am 13. Juli in das „Rochkhouse Salzburg“ mitnehmen, wo wir ein Konzert von Bela B, seines Zeichens Schlagzeuger der besten Band der Welt (die Ärzte) besuchen würden.

Nun war es endlich soweit. Die Fahrt von uns nach Salzburg verbrachten wir damit, über Gott und die Welt zu reden – wir erzählten uns die Geschichten vom Toten Hund (wie meinem Mutter gesagt hätte). Ziemlich genau um 8 Uhr abends kamen wir dann schließlich am Rockhouse an. Es war ein beschaulicher kleiner Schuppen, im Herzen der Stadt. Weiter hinten konnte man die Berge sehen, welche das waren, weiß ich nicht. Vor dem Gebäude war ein kleiner Platz mit Tischen, wo überall Leute sasen und etwas tranken. Es war auch ein ganzer Bus da und alles war voll mit Leuten, die sich – genau wie wir – ein solches Erlebnis nicht entgehen lassen wollten.

So gingen wir also hinein, holten unsere Karten und etwas zu Trinken. Da es nicht erlaubt war, Glas-Krüge etc in die Halle mitzunehemen, mussten wir unsere Radler in billige Papp-becher umfüllen. Dann gingen wir in die Halle. Wir wurden abgetastet. Das war das erste mal in meinem Leben, dass ich abgetastet wurde. Es war ein lustiges Gefühl.

Die Halle war nicht gerade groß. Die Decke bestand aus einem großen Gewölbe, das „kunstvoll verziert“ war mit großen Flecken, die mit blauer Farbe gestrichen waren und anderen großen Flecken, die aus Ziegel-steinen bestanden. Oben verliefen zwei große Metall-rohre quer durch die Halle, durch die Reihen der Zuschauer bis zur Bühne.

20.30 Uhr stand auf dem Ticket, war der Beginn des Konzertes. Soweit waren wir schon. Nun mussten wir allerdings noch lange Zeit warten. Die Menge wurde durch mehr oder weniger mitreisende Musik, die recht leise im Playback gespielt wurde, bei Laune gehalten. Es war sehr heiß. Der Schweiß stand mir auf der Stirn. Als eines der letzten Lieder kam der Titel „stand by me“ in einer moderneren Rock-Version. Es war ein tolles Gefühl, zu bemerken, dass die Leute da bereits alle mitsangen – es ist schließlich ein Titel, den jeder kennt.

Dann ging die Show los. Die Lichter gingen aus, man sah durch einen „Spalt“ in der hinteren Bühnen-wand jemanden die Treppe runtergehen. Die Menge tobte.

Kurz nachdem die Halle vollständig abgedunkelt war, setzte ein weiter Playback-Song ein. Diesmal aber wesentlich lauter erklang ein humoristisches Intro. Zu Zirkuszelt – Stimmung verbreitender „rammtammtamm“-Melodie war ein Männer-chor zu hören, der irgendwas von „seht nur her, wer hätte das gedacht..“ und ähnliche, so lächerlich klingenden, Texten zu hören. Mehr konnte ich nicht verstehen, da die Menge inzwischen beschloss, mit der Lautstärke des Playbacks mitzuhalten. Zwei Gitarristen betraten die Bühne. Die Zuschauerschaft jubelte und applaudierte. Schließlich und endlich kam der Mann, wegen die ganzen Leute an diesem Abend da waren, auf die Bühne, zusammen mit dem Rest seiner Band. Es war für die Leute an der Zeit, völlig auszurasten. Die Band, inklusive Bela hatten als Bühnen-outfit einzig und allein relativ lächerliche Cowboy-Hüte auf. Es gab ein typisch amüsantes Bild ab. Das Intro, wegen dem ich und Evi schon schrecklich loslachen mussten endete mit den einprägsamen Worten „... und jetzt geht’s endlich looooos“. Und das Puplikum rastete aus.

Nun setzte das Schlagzeug – gespielt von einem blonden großen Mann, den ich so nicht kannte – ein, die Gitarren setzten ein und Bela B begann seine Lieder zu singen.

An dieser Stelle erkannte ich bereits, wie unendlich toll dieser Abend noch für mich werden sollte. Es war ein unglaubliches Gefühl. Als großer Fan der Ärzte vergöttere ich praktisch jedes der Bandmitglieder. Nun stand endlich einer von ihnen nur 30 Meter vor mir. Es war schier unglaublich. Wäre die tobende Masse und die Security nicht gewesen, hätte ich einen meiner Idole berühren können! Der Mann, den ich absolut anbetet und sonst nur aus dem Fernsehen und von DVDs kennte stand nun wahrhaftig vor mir. Das war unbeschreiblich.

Nachdem die Band mit dem ersten Lied fertig war, begrüßte Bela ersteinmal die Salzburger Bürger. Ein paar nette Worte für uns, ein paar niederschmetternde Worte für seine Band-kollegen – vornehmlich „Biene“ Olson an der Gitarre“ wählte er dafür. Danach wollte er das nächste Lied ansagen, wobei ihm die „Biene“ jedoch ins Wort zu fallen drohte, was er gekonnt frühzeitig mit den unvergesslichen Worten „Halt jetzt verdammtnochmal die Schnauze, Arschloch ich will hier ein Lied ansagen!!!“. Die Zuschauerschaft, die man nun durchaus schon als „gerockt“ beschreiben konnte, musste bei dieser und den darauffolgenden Ansagen und einfach nur bei den kleinen Gesprächen mit dem Publikum immer wieder lauthals loslachen. So ging es zumindest mir, Evi und den Leuten die um uns herum waren. Um es hierbei erwähnt zu haben: Das anwesende Publikum bestand aus vielen interessanten Leuten. Viele Goths, Punker und Rocker füllten die Masse der Zuschauerschaft aus. Und mittendrin zwei bayerische „Normalos“ – ich und Evi.

Das Set ging weiter, die Band rockte, wie ich es mir nie hätte vorstellen konnte.

Inzwischen hatte ich keine Probleme mehr mit der Hitze. Nach dem ersten Achtel des Konzerts hatte ich bereits so eine Gänsehaut, dass ich keinen Tropfen mehr schwitzen sollte.

Ein weiteres eigentlich unbeschreibliches Erlebnis war Folgendes: Bei dem Lied „Traumfrau“ lies Bela seinen anderen Gitarristen, dessen Namen ich leider vergessen habe, ein junges Mädchen aus den forderen Reihen des Puplikums auswählen, die er dann kurzerhand zu sich und der Band auf die Bühne holte. Die Security-Leute holten die junge Dame aus den Reihen der Zuschauer neben den Gott des Punks Bela B und liesen sie ganz ihm und seinen originellen Ideen ausgeliefert stehen. Ich dachte mir nur noch „Oh mein Gott“. Ich wäre allzugern an der Stelle dieses jugen Mädchens gewesen. Nun stellte Bela sie dem Puplikum vor. Eva war ihr Name. Sie hatte lockiges Haar – zwei Gemeinsamkeiten mit meiner Evi. Nur mit dem Unterschied, dass sie das Glück hatte, in den ersten Reihen zu stehen.

Was nun passierte, dürfte diesen Tag zu dem Schönsten in Eva’s jungem Leben gemacht haben: Bela B ging für sie auf die Knie und besang sie mit dem Kehrreim „Traumfrau...“

Mit einem Küsschen verabschiedete er sich schließlich von ihr und ließ sie in die Zuschauer-Reihen zurückweisen.

Ich freute mich riesig für Eva. Es war schrecklich schön, einem Mann zuzujubeln, der jungen Mädchen ein solch unvergesslich schönes Erlebnis bereitete.

Natürlich hatte es der Rockstar im Allgemeinen etwas besser mit den weiblichen Zuschauer gemeint. In einer weiteren Ansagen stachelte er so auf folgenden Weise das Puplikum an:

Bela: „Salzburg, wie geht’s euch?“

Puplikum: „WHOOOOOOO!!!!!!“

Bela: „Jetzt mal nur die Mädchen!“

Alle Mädchen: „*KREISCH*“

Bela: „Jetzt nur die Jungs.. – ach ne doch lieber nur die Mädchen!“

Alle Mädchen: „*KREISCH*“

Bela: „Und jetzt nur die... ach egal, die Mädchen!“

Alle Mädchen: „*KREISCH*“

Bela: „So jetzt aber.. Jetzt die Jungs!“
Alle Jungs: „*GRÖLL*!

Bela: „OK! Und jetzt nochmal die Mädchen!“ ...

Als eines der beeindruckensten Lieder sollte mir der Titel „Deutsche kauft nicht bei Nazis“ in Erinnerung bleiben. Ich lasse einfach mal die Ansage Belas für sich sprechen: „Es gibt da leider ein Problem in Deutschland, den USA und auch Österreich: Eine neue Art von Nazis. Dies trägt keine Springer-stiefel mit Stahlkappen und weißen Schnürsenkeln. Nein! Sie trägt Jeans un Turnschuhe, hört Hip-Hop und trägt Seiten-Scheitel. Sie verkaufen ihre CDs an Schulkinder. Sie sagen ‚Wir sind doch ganz normale Leute.’

Doch der Wähler sagt ‚NEIN! Ihr seid keine normalen Leute! Ihr seit Arschlöcher!’.

Während sich dieses Probel in anderen Länder mehr oder weniger selbst erledigt hat, ist es LEIDER im Deutschland immer noch. Folgendes Lied möchte ich dazu beitragen. Und ich habe beschlossen, dass ich an diesem Lied kein Geld verdienen will, deshalb kann man es auf meiner Homepage gratis downloaden...“

Die Band spielte das Lied nun auf unvorstellbar beeindruckende Art und Weise. Sie erreichte dabei zweifellos das absolute Maximum an Tönen und Lautstärke. Als ich mir beim Refrain „DEUTSCHE KAUFT NICHT BEI NAZIS!!!“ zusammen mit Bela die Seela aus dem Leib schrie, fuhr es mir kalt und kreuz und quer den Rücken runter. Es war unglaublich beeindrucken, wie Bela sich seinen Hass auf das Rechte von der Seele schrieh.

Alles an diesem Mann machte diesen Abend unvergesslich für mich. Inzwischen war die Band am Ende ihres Sets angelangt, Sie verließen die Bühne, doch natürlich waren die Zuschauer noch lange nicht bereit, sich von Bela und seinen Begleitern zu trennen.

Nach ein paar Minuten voller Klatschen und „ZUGABE!“ – Rufen kam die Band schließlich auf die Bühne zurück. Der Jubel, ähnlich wie zu Beginn des Konzerts setzte erneut ein. Der blonde Schlagzeuger griff das Mikrofon und teilte in äußerst „glaubwürdigem“ Ton mit: „Bela B is dead.“ Das konnte er so nicht lange durchziehen, so kam Bela kurzerhand wieder flott auf die Bühne zurückgehopst. Als Zugabe-song spiete die Band „Baby läuft heut fort“, natürlich nicht ohne einen Bela, der wieder einige Gelegenheiten nutzte, die „Biene“ ordentlich auszurichten. Es war lustig. Es war lustig und unvergleichlich geil. Die Musiker verliesen nocheinmal die Bühne, Bela lies jedoch die Worte: „So. Wir sind jetzt soweit fertig und bereit zur Abreise. Also wir können jetzt eigentlich gehen. Aber: Ihr könnt es verhindern!

Ihr müsst nur rausfinden, wie...“

Das Puplikum dachte, immer lauterwerdend zu jubeln und zu aplaudieren würde genügen. Und es sollte Recht behalten.

Was nun geschah, sollte dem Konzert den krönenden Abschluss geben.

Bela kam wieder auf die Bühne, die Band nahm ihre Plätze an den Instrumenden aus, die durch und durch gerockte Masse jubelte, als ob der Himmel auf die Erde gekommen wäre.

Bela trieb das Puplikum nun noch mehr auf, indem er meinte: „Oh. Ich glaub wir haben was vergessen! Haben wir was vergessen?“ Das Puplikum antwortete: „*SCHREI KREISCH GRÖLL*“ Und schließlich sprach er die rettenden Worte, auf die jeder auf die ein oder andere Art sehnlichst gewartet hatte,  aus: „Ach ja. Den Single-hit!“. Gemeint war natürlich die erste Single-auskopplunt seines Albums – der „Tag mit Schutzumschlag“.

Die Menge dreht nocheinmal durch und jubelte soviel, sie nach anderhalt Stunden extrem lauten guten Rocks eben noch konnte.

Nun spielte die Band, die genau wie das Puplikum noch ein letztes Mal einfach alles gab. Ich konnte den Text dieses Lied auswendig und sang voller Begeisterung mit. Das Gitarren-solo am Schluss zog die Band unglaubliche 2 Minuten in die Länge, in der Bela so abging, dass man es sich nicht einmal mehr richtig vorstellen konnte, wenn man selbst dabei war. Er hielt die Gitarre gegen die Lautsprecher, haute in die Saiten wie es sich für einen richrigen Rockstar gehörte und riss die Menge headbangender Weise mit. Es war unvorstellbar, wie er abging.

Allein darüber könnte ich eine noch ein ganzes Buch schreiben. Aber ich kann ganz ehrlich sagen, dass es einfach keine Worte, die das beschreiben könnten gibt. Nicht in der Deutschen und nicht in irgend einer anderen Sprache. Es war lauter aggressiver guter proffessioneller Punk-Rock, gespielt von Gott Bela persönlich.

Das war es mit dem Konzert. Mit einer höflichen Verabschiedung verließ Bela den Saal, der lehrte sich gleich darauf.

Die ganze Heimfahrt über konnten ich und Evi über nichts anderes mehr reden, als darüber, wie unvergleichlich cool Bela B doch ist. Es stimmt aber auch. Wie ich an diesem Abend feststellen durfte, ist dieser Mann wirklich einzigartig cool. Alles übertraf meine Erwartungen tausendfach. Ich danke Evi sehr, dass sie mir dieses wunderschöne Erlebnis bereitet hat.

Absolut ohne Zweifel kann ich sagen: Bela B, Gott der Punk-power ist der coolste Mensch im Universum.




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung